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UX/UI E-Commerce
Projektart
Werkstudent UX/UI
Datum
2023 - 2025
NUTZERZENTRIERTE OPTIMIERUNG IM E-COMMERCE
UX, Interaction Design und Conversion-Optimierung für digitale Produkterlebnisse
Unternehmen: Beurer GmbH
Bereich: D2C E-Commerce
Position: Werkstudent UX
Zeitraum: September 2022 bis November 2024
Schwerpunkte: UX/UI Design, Interaction Design, User Research, Conversion, Testing und Qualitätssicherung
AUSGANGSSITUATION
Beurer bietet ein breites Sortiment aus den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden und Körperpflege.
Im Direct-to-Consumer-E-Commerce treffen dabei unterschiedliche Anforderungen aufeinander:
komplexe Produkte
unterschiedliche Zielgruppen
erklärungsbedürftige Funktionen
wirtschaftliche Ziele
technische Rahmenbedingungen
bestehende Design- und Contentstrukturen
Für Nutzer muss daraus trotzdem ein möglichst einfaches digitales Einkaufserlebnis entstehen.
Die zentrale Herausforderung bestand deshalb darin, Produktinformationen, Nutzerbedürfnisse und geschäftliche Ziele miteinander zu verbinden.
DAS PROBLEM
Eine technisch vollständige Produktseite ist nicht automatisch eine gute Produktseite.
Nutzer müssen innerhalb kurzer Zeit verstehen:
Was ist das Produkt?
Welches Problem löst es?
Ist es für mich geeignet?
Welche Funktionen sind relevant?
Was unterscheidet es von Alternativen?
Kann ich dem Produkt und dem Anbieter vertrauen?
Wie komme ich möglichst einfach zur nächsten sinnvollen Aktion?
Jede unklare Information oder unnötige Interaktion kann dabei zu Unsicherheit oder einem Abbruch führen.
UX im E-Commerce bedeutet deshalb nicht nur Gestaltung.
Es bedeutet, die gesamte Entscheidungsstruktur des Nutzers zu verstehen.
MEINE ROLLE
Als Werkstudent im UX-Bereich des D2C E-Commerce unterstützte ich die Weiterentwicklung und Optimierung digitaler Nutzererlebnisse.
Meine Aufgaben umfassten unter anderem:
Entwicklung und Optimierung von UX/UI-Konzepten
Wireframes und Mock-ups
Interaction Design
Analyse bestehender Nutzerführungen
User Research
Usability Testing
Conversion-orientierte Optimierung
Qualitätssicherung
strukturiertes Ticketmanagement
Abstimmung innerhalb projektorientierter Teams
Unterstützung bei Content- und SEO-Themen
Testing bestehender und neuer Funktionen
DIE ZENTRALE FRAGE
Wie können Nutzer so durch einen digitalen Shop geführt werden, dass sie relevante Informationen schnell verstehen, weniger Unsicherheit erleben und einfacher zu einer fundierten Kaufentscheidung gelangen?
01 — NUTZER UND KONTEXT VERSTEHEN
Am Anfang stand nicht das Interface.
Zunächst musste verstanden werden, welche Informationen und Funktionen Nutzer tatsächlich benötigen.
Dabei wurden unter anderem betrachtet:
Nutzerziele
Informationsbedarf
mögliche Unsicherheiten
bestehende Nutzungsmuster
Probleme innerhalb der Customer Journey
Verständlichkeit von Funktionen und Inhalten
Durch User Research und Testing konnten interne Annahmen mit tatsächlichem Nutzerverhalten verglichen werden.
02 — BESTEHENDE USER FLOWS ANALYSIEREN
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit war die Betrachtung bestehender Nutzerführungen.
Dabei ging es unter anderem um Fragen wie:
Ist der nächste Schritt eindeutig?
Sind relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt sichtbar?
Gibt es unnötige Schritte?
Entstehen Sackgassen?
Sind Interaktionen verständlich?
Sind wichtige Funktionen dort platziert, wo Nutzer sie erwarten?
Das Ziel war nicht, möglichst viele Elemente zu verändern.
Entscheidend war, tatsächliche Reibungspunkte zu identifizieren.
03 — INFORMATION ARCHITECTURE
Besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten spielt Informationsarchitektur eine zentrale Rolle.
Nicht jede Information besitzt für den Nutzer dieselbe Priorität.
Deshalb mussten Inhalte strukturiert und hierarchisiert werden.
Typische Ebenen waren:
Produktverständnis
zentrale Vorteile
relevante Funktionen
Unterschiede zwischen Varianten
technische Details
ergänzende Informationen
Kaufentscheidung
Die Herausforderung bestand darin, genügend Informationen bereitzustellen, ohne Nutzer mit Details zu überfordern.
04 — INTERACTION DESIGN
Interaction Design beschäftigte sich mit der Frage:
Wie reagiert das digitale Produkt auf den Nutzer und wie wird der Nutzer durch eine Aufgabe geführt?
Dabei betrachtete ich nicht nur einzelne Buttons.
Relevant waren komplette Interaktionsabläufe.
Zum Beispiel:
Information entdecken
Produkt verstehen
Option auswählen
Details vergleichen
Entscheidung treffen
Aktion auslösen
Feedback erhalten
Ein guter Flow sollte möglichst wenig Erklärung benötigen.
Der Nutzer sollte verstehen, welche Möglichkeiten bestehen und welche Konsequenz eine Interaktion hat.
05 — WIREFRAMES UND MOCK-UPS
Erkannte Probleme wurden in konkrete Lösungskonzepte übersetzt.
Dafür arbeitete ich mit Wireframes und Mock-ups.
Wireframes halfen insbesondere dabei, zunächst Struktur und Funktion zu klären.
Bevor visuelle Details ausgearbeitet wurden, konnten Fragen beantwortet werden wie:
Welche Information steht an erster Stelle?
Welche Elemente benötigen mehr visuelles Gewicht?
Welche Aktionen stehen zur Verfügung?
Welche Inhalte können reduziert werden?
Wie verändert sich der Aufbau auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen?
Mock-ups ermöglichten anschließend eine realistischere Bewertung der geplanten Lösung.
06 — VISUELLE HIERARCHIE
Eine der wichtigsten Designaufgaben im E-Commerce ist die Steuerung von Aufmerksamkeit.
Nicht jedes Element darf gleich wichtig wirken.
Die visuelle Hierarchie sollte Nutzern vermitteln:
Was ist das?
Warum ist es relevant?
Was sollte ich als Nächstes ansehen?
Welche Aktion ist die wichtigste?
Dafür wurden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:
Typografie
Abstände
Größe
Positionierung
Gruppierung
Kontrast
Bildsprache
Priorisierung von Call-to-Actions
Das Ziel war nicht maximale visuelle Aufmerksamkeit.
Das Ziel war Orientierung.
07 — CONVERSION-ORIENTIERTES DESIGN
Conversion-Optimierung bedeutet für mich nicht, möglichst aggressiv zum Kauf zu drängen.
Im Zentrum steht die Frage:
Welche Hindernisse verhindern eine Entscheidung?
Mögliche Conversion-Barrieren können sein:
unklare Produktvorteile
zu viele Informationen gleichzeitig
fehlende Orientierung
schlecht erkennbare Aktionen
unnötige Prozessschritte
fehlendes Vertrauen
unklare Auswahlmöglichkeiten
schwache visuelle Priorisierung
Informationslücken
Die Aufgabe besteht darin, solche Barrieren systematisch zu reduzieren.
08 — CALL-TO-ACTION DESIGN
Call-to-Actions sind ein wichtiger Bestandteil der User Journey.
Dabei geht es nicht nur um Farbe oder Größe eines Buttons.
Entscheidend ist:
Ist klar, was nach dem Klick passiert?
Ist die Aktion zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll?
Gibt es konkurrierende Aktionen?
Ist die wichtigste Aktion visuell eindeutig?
Hat der Nutzer vorher ausreichend Informationen für diese Entscheidung erhalten?
Ein Call-to-Action funktioniert nur dann gut, wenn der gesamte Kontext davor funktioniert.
09 — DESIGNSTRATEGIEN FÜR E-COMMERCE
Verschiedene Designprinzipien unterstützten die Optimierung der Nutzerführung.
REDUKTION
Nicht jede verfügbare Information muss gleichzeitig sichtbar sein.
Eine reduzierte Darstellung kann Orientierung verbessern und Cognitive Load verringern.
PROGRESSIVE DISCLOSURE
Komplexere Informationen können schrittweise verfügbar gemacht werden.
Zuerst erhält der Nutzer die wichtigsten Inhalte.
Weitere Details erscheinen erst bei Bedarf.
VISUELLE PRIORISIERUNG
Wichtige Informationen müssen schneller wahrgenommen werden als ergänzende Inhalte.
KONSISTENZ
Ähnliche Funktionen sollten sich ähnlich verhalten.
Wiederkehrende Muster reduzieren den Lernaufwand.
FEEDBACK
Nach einer Interaktion sollte der Nutzer erkennen können, dass seine Aktion registriert wurde und welchen Zustand das System nun besitzt.
ERROR PREVENTION
Ein gutes Interface sollte Fehler möglichst verhindern, bevor sie auftreten.
Das ist häufig besser als eine Fehlermeldung nach einer falschen Aktion.
10 — USER RESEARCH
Designentscheidungen basierten nicht ausschließlich auf persönlicher Einschätzung.
User Research half dabei zu überprüfen:
Welche Probleme Nutzer tatsächlich haben
welche Inhalte verstanden werden
wo Unsicherheit entsteht
welche Elemente übersehen werden
wie Nutzer bestimmte Funktionen interpretieren
Dadurch konnten Hypothesen hinterfragt und Designentscheidungen besser begründet werden.
11 — USABILITY TESTING
Usability Tests lieferten direktes Feedback zur tatsächlichen Nutzung.
Dabei war besonders interessant:
Nicht das, was Nutzer sagen, dass sie tun würden, sondern das, was sie während einer Aufgabe tatsächlich tun.
Beobachtet werden konnten unter anderem:
Suchverhalten
Missverständnisse
Zögern
falsche Interaktionen
Umwege
nicht wahrgenommene Inhalte
Probleme innerhalb eines Ablaufs
Diese Erkenntnisse flossen anschließend in die weitere Optimierung ein.
12 — ITERATIVES DESIGN
Ein Design war nicht automatisch abgeschlossen, sobald ein Mock-up fertiggestellt war.
Der Prozess verlief iterativ.
Analyse
Hypothese
Konzept
Wireframe
Mock-up
Testing
Feedback
Überarbeitung
Umsetzung
Qualitätssicherung
Dieses Vorgehen half dabei, Probleme schrittweise einzugrenzen und Lösungen kontinuierlich zu verbessern.
13 — TICKETMANAGEMENT UND HANDOFF
Ein gutes Konzept hat keinen Wert, wenn es nicht eindeutig umgesetzt werden kann.
Deshalb spielte die strukturierte Dokumentation von Anforderungen eine wichtige Rolle.
Erkenntnisse und Anforderungen wurden in nachvollziehbare Tickets übersetzt.
Dabei mussten unter anderem folgende Punkte eindeutig sein:
Welches Problem besteht?
Wo tritt es auf?
Wie sollte sich das System stattdessen verhalten?
Welche Bedingungen müssen berücksichtigt werden?
Wie kann überprüft werden, ob die Umsetzung korrekt ist?
Damit wurde UX gleichzeitig zur Schnittstelle zwischen Nutzerperspektive, Business und technischer Umsetzung.
14 — QUALITÄTSSICHERUNG
Nach der Umsetzung begann ein weiterer wichtiger Teil des Prozesses.
Neue oder veränderte Funktionen mussten geprüft werden.
Dabei betrachtete ich unter anderem:
funktionales Verhalten
Abweichungen vom Konzept
Darstellungsfehler
Responsive Verhalten
Contentfehler
Interaktionsprobleme
Inkonsistenzen
mögliche Fehler innerhalb wichtiger User Flows
Qualitätssicherung stellt sicher, dass die tatsächlich ausgelieferte Experience der geplanten Experience entspricht.
15 — TESTING UND AUTOMATISIERUNG
Je nach Aufgabenstellung kamen neben manuellen Prüfungen auch technische Hilfsmittel zum Einsatz.
Unter anderem arbeitete ich mit Selenium im Umfeld von Testing und Qualitätssicherung.
Dadurch konnten wiederkehrende Prüfungen strukturierter unterstützt und Fehler innerhalb digitaler Prozesse schneller identifiziert werden.
16 — CONTENT ALS UX-ELEMENT
UX besteht nicht nur aus visuellen Komponenten.
Auch Sprache beeinflusst die Nutzererfahrung.
Besonders im E-Commerce müssen Inhalte schnell verständlich sein.
Wichtig waren deshalb unter anderem:
klare Bezeichnungen
verständliche Produktinformationen
eindeutige Call-to-Actions
logische Informationsreihenfolge
Vermeidung unnötig technischer Sprache
Konsistenz zwischen verschiedenen Bereichen
Content Design wurde damit Teil der gesamten User Experience.
17 — SEO UND UX
SEO und UX wurden nicht als vollständig getrennte Disziplinen betrachtet.
Suchmaschinen helfen Nutzern zunächst dabei, relevante Inhalte zu finden.
Die eigentliche Aufgabe beginnt anschließend auf der Seite.
Eine gute Seite muss deshalb sowohl auffindbar als auch verständlich sein.
Dabei sollten Suchintention, Content und tatsächlicher Seiteninhalt zueinander passen.
Reichweite allein erzeugt keine gute Experience.
18 — BUSINESS UND UX VERBINDEN
E-Commerce-UX muss Nutzerbedürfnisse und wirtschaftliche Ziele zusammenbringen.
Das bedeutet:
Nutzer benötigen Orientierung.
Das Unternehmen benötigt Conversion.
Nutzer benötigen relevante Informationen.
Das Unternehmen möchte Produkte verständlich positionieren.
Nutzer wollen möglichst wenige unnötige Schritte.
Das Unternehmen benötigt funktionierende Prozesse.
Gute UX entsteht dort, wo sich diese Anforderungen sinnvoll überschneiden.
ERGEBNIS
Meine Arbeit unterstützte die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Customer Journey im Beurer D2C E-Commerce.
Dazu gehörten unter anderem:
strukturierte UX/UI-Konzepte
Verbesserung bestehender Nutzerführungen
Wireframes und Mock-ups als Entscheidungsgrundlage
Einbindung von User Research und Testing
conversion-orientierte Optimierungsansätze
strukturierte Übergabe von Anforderungen
Qualitätssicherung nach der Umsetzung
Unterstützung einer konsistenten digitalen User Experience
Konkrete interne Conversion- oder Umsatzkennzahlen werden aus Vertraulichkeitsgründen nicht veröffentlicht.
WAS ICH GELERNT HABE
UX ist kein einzelner Design-Schritt.
Eine gute User Experience entsteht aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen:
Research
Informationsarchitektur
Interaction Design
Visual Design
Content
Testing
technische Umsetzung
Business-Ziele
Qualitätssicherung
Besonders wichtig war für mich die Erkenntnis, dass ein visuell überzeugendes Interface nicht automatisch ein gutes Interface ist.
Design muss ein reales Nutzerproblem lösen.
MEINE WICHTIGSTE ERKENNTNIS
Gutes E-Commerce-Design reduziert nicht nur Klicks.
Es reduziert Unsicherheit.
Wenn Nutzer schneller verstehen, was relevant ist, welche Möglichkeiten sie haben und was als Nächstes passiert, profitieren sowohl User Experience als auch Conversion.
KOMPETENZEN
UX Design
UI Design
Interaction Design
Information Architecture
Conversion Optimization
E-Commerce UX
User Research
Usability Testing
Wireframing
Mock-ups
Customer Journey
Content Design
SEO
Quality Assurance
Selenium
Ticketmanagement
Responsive Design
Design Systems
Visual Hierarchy
Error Prevention
Stakeholder Collaboration













